Auftritte

Musica Reifenberg tritt bei ganz verschiedenen Anlässen auf. Wir geben Konzerte für das öffentliche Publikum – zum Beispiel auf dem Hessentag 2011 in Oberursel - aber auch in Kirchen, im Hessenpark, auf der Saalburg, bei Burgfesten und Feierstunden rund ums Jahr. Besonders zur Weihnachtszeit halten wir ein schönes Programm bereit.

Sie können uns für Ihre eigenen festlichen Gelegenheiten wie Geburtstag, Taufe oder Hochzeit buchen. Den Umfang der Darbietung bestimmen Sie selbst – von drei Liedern als Einstimmung bis hin zum abendfüllenden Konzert kommen wir Ihren Vorstellungen gern entgegen und machen Ihnen Vorschläge für die passende Musik. Wenn Sie spezielle Liedwünsche haben, sprechen Sie uns darauf an. Wir ergänzen unseren musikalischen Vortrag mit Erläuterungen zu den historischen Hintergründen der Stücke.

Unsere Auftritte sind ohne großen Aufwand zu verwirklichen, da wir rein akustische Musik machen ohne Synthesizer und Elektronik. Wir brauchen nicht unbedingt eine Bühne, sondern spielen auch mitten im Publikum. Wegen unserer Instrumente ist allerdings ein Dach überm Kopf unabdingbar. Natürlich benutzen wir auch eine Soundanlage, wenn der Veranstalter dies wünscht und die entsprechende Technik zur Verfügung stellt. Unsere Preise finden Sie unter der Rubrik "Kontakt".

Gruppe

Musica Reifenberg, das sind die Sängerinnen

Christine Gernet, Sopran, Akkordeon, Blockflöte
Mareike Kipper, Sopran, Akkordeon, Blockflöte
Liane Wagner, Mezzosopran, Schlagwerk
Monika Müller, Alt, Blockflöte, Glockenspiel
Barbara Günther-Haug, Alt, Gitarre

Seit dem Jahr 2000 spielen wir zusammen. Obgleich aus sehr unterschiedlichen Berufen stammend, führte uns die gemeinsame Liebe zum Singen zusammen. Wir sind Frauen, und unsere Musik ist geprägt von der weiblichen Erlebniswelt, eindringlich und voller Gefühl.

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Unser Ensemble ist nach Reifenberg im Hochtaunus benannt, wo wir zur Zeit unserer Gründung alle wohnten. Reifenberg gehört zu Schmitten, das eingebettet in Täler und Wälder auf rund 500 m Höhe liegt. Hier erleben wir die Jahreszeiten, haben im Sommer Blumenwiesen zum Träumen und im Winter reichlich Schnee. Diese Eindrücke spiegeln sich auch in unserer Musik wider.

Wir singen und spielen vielstimmig, meist mit Instrumentalbegleitung, aber auch a cappella - immer rein akustisch und ohne Elektronik. Oft bearbeiten wir Stücke für unsere fünf Frauenstimmen und das spezielle Instrumentarium neu. So werden Sie manches wiedererkennen und doch überrascht sein, wie berührend alte Lieder klingen können.

Über die Jahre hin hat sich unser Ensemble manchmal verändern müssen, weil eine Sängerin ausgeschieden ist. Das war immer ein bisschen traurig, aber die Freude über die gemeinsame schöne Zeit wog stärker. Hier danken wir allen, die schon bei uns mitgemacht haben:
Ganz besonderen Dank an Heike Schuy, die von 2000 bis 2014 unter großem Einsatz dabei war. Der Abschied fiel schwer. Auch Gründungsmitglied Birgit Herrmann ist unvergessen. Dank auch an Julia Neumann und Steffi Schmidt-Isenthal, die beide einige Jahre bei uns mitgesungen haben.

Stücke

Gruppenfoto

Unser Repertoire speist sich aus zwei Quellen: Zum einen ist da vor allem der Liederschatz unseres Landes, zum anderen unsere eigene lyrisch-musikalische Inspiration. Das deutsche Liedgut reicht an die tausend Jahre zurück, und wir singen zum Beispiel Walthers von der Vogelweide bezauberndes "Under der linden", in dem ein Mädchen schildert, wie es den Geliebten unterm Lindenbaum traf und zugleich beschwört, dass niemand von diesem Stelldichein erfahren darf – und erst recht nicht, was man dort machte.

Dann folgen die Chorwerke aus Renaissance und Barock, und da kann uns ein fröhliches Madrigal, das vom guten Leben schwärmt, ebenso zusagen wie eine polyphone Motette von Orlando di Lasso oder Michael Praetorius.

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Aus jüngerer Zeit stammen dann Lieder aus Sammlungen wie "Des Knaben Wunderhorn" oder dem "Wandervogel", deren Wurzeln teilweise ja auch weit zurückreichen wie bei dem Stück "Wenn ich ein Vöglein wär" oder aber ein vorherrschendes Gefühl der damaligen Zeit ausdrücken, zum Beispiel in Nikolaus Lenaus "Drei Zigeuner fand ich einmal", der sich in einem zunehmend vom Umbruch gezeichneten Europa nach einem ruhigen Plätzchen sehnte – was man ihm bis heute nachfühlen kann.

Daneben vertont Barbara Gedichte, wobei sie ihre Auswahl einfach danach trifft, was ihr gerade selbst an Lyrik begegnet. Meist wird es wohl etwas Romantisches sein. Da kommen neben der Liebe auch Räuberbanden und Augenblicke von Wehmut oder Rebellion vor. Wenn es den Freundinnen dann ebenfalls gefällt, wird ein Stück für Musica Reifenberg daraus. So sind Gedichte von Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke und vielen andere zu Musik geworden, bei der das Hinhören doppelt lohnt.

Eine Besonderheit unserer Gruppe ist sicher, dass wir überwiegend auf Deutsch singen. Manchmal stößt Barbara allerdings auf ein englisches Gedicht, das sie nicht liegen lassen kann. Dann wird nicht nur vertont, sondern auch übersetzt. So wanderten Shakespeare, Yeats und andere Dichter ins Repertoire. Sollten Sie aber einmal auf die englischen Originale Wert legen, so steht dem nichts entgegen.